Über mich

"One day or day one. Its your decision!"

Meine Eltern nannten mich Judith – in Anlehnung an eine großartige Schachspielerin – Judith Polgar.

Mein Vater ist ein begeisterter Schachspieler und hat immer versucht mich für sein Hobby zu begeistern. Leider hat das nicht so gut geklappt. 

Gottseidank hat mein Vater noch andere Hobbys – aber dazu später mehr!

Eine große Schachspielerin wurde aus mir jedenfalls nicht.

Aber aus mir wurde eine Globetrotterin, eine Überlebenskünstlerin, ja eine von diesen Abenteurern – die es mit ein wenig Fantasie vereinzelt auch noch im 21. Jahrhundert gibt. 😉

Wahrscheinlich hat vieles in meinem Leben nicht so geklappt, wie meine Eltern es erwartet oder sich gewünscht hätten. Ehrlich gesagt hätte ich all das vor ungefähr 4 Jahren auch nicht für möglich gehalten. Wenn mir jemand gesagt hätte, was da auf mich zukommt, ich hätte die Person vermutlich ausgelacht!

Bestimmt bin ich der lebendig gewordenen Alptraum besorgter Elternherzen. Beginnend bei der Begründung, warum es denn jetzt Peru sein muss… bis hin zu den Momenten, in denen man versucht zu erklären, warum man 5000 Kilometer durch die Wildnis wandern möchte! 

Ich stellte mir vor mit meiner Jugendliebe in einem Haus zu wohnen, Kinder großzuziehen und ein ruhiges, schönes Leben zu führen. Eines in dem die Alltagssorgen sich darin äussern, das ein Siebenschläfer auf dem Dachboden wohnt oder der Wasserhahn tropft. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bricht vielleicht sogar mal jemand in die Garage ein.

Ja so ein Leben habe ich mir echt mal vorgestellt! Nicht dass so ein Leben etwas schlechtes wäre, ganz im Gegenteil! Ein Zuhause ist etwas wunderbares und ich wünsche jedem Menschen das Gefühl, sich irgendwo Zuhause fühlen zu dürfen!

…Tja es kam dann aber doch alles anders!

Ich stand dann doch plötzlich wieder alleine da – wer hätte es gedacht – und innerhalb eines Jahres habe ich mein gesamtes Leben umgestaltet. In einer Nacht und Nebel- Aktion bin ich nach Hamburg gezogen, wo mich niemand kannte. Ich warf alles was ich hatte weg und fing von vorne an. Diesmal so wie ICH das wollte! Erstaulicherweise war das gar nicht so schwer und so kam ich dazu mehr zu wagen. Da Hamburg, mit seinem Hafen  und den vielen verschiedenen Menschen, die von überall her kommen, irgendwie ein Tor in die Welt ist wurde ich neugierig auf alles, was es sonst noch zu entdecken gibt…

Meine erste Soloreise überhaupt führte mich nach Chile. Genauer gesagt nach Patagonien!

Ehrlich gesagt habe ich mir tatsächlich erst bei meinem ersten Schritt auf südamerikanischem Boden darüber Gedanken gemacht, dass es eventuell etwas gewagt sei, hier mit dem Erforschen der Welt anzufangen. 

Meine Intension war übrigens der Wunsch, große Gletscher sehen zu wollen.

Nicht, dass ich in der Schweiz, Österreich oder halt eben auf Island auch welche gefunden hätte…

Aber nein – es musste Patagonien sein!

In früheren Jahrhunderten war eine Reise nach Patagonien quasi ein Himmelfahrtskommando. Eine Fahrt ins Ungewisse, die nur wenige Weltumsegler, Forscher, Pioniere und Verrückte wagten. Auch das 19. Jahrhundert tat nichts, um die Vorstellung zu zerstreuen, Patagonien sei ein Wunderland. Kaum wühlte Darwin im Boden herum, schon meinten die Leute Knochen von prähistorischen Tieren zu finden, von denen einige, so glaubte man, noch leben würden. Typen wie Magellan fanden versteinerte Wälder, feuerspuckende Vulkane, tiefblaue Gletscher und dichte Urwälder. 

Heute ist eine Reise dorthin wie jede andere auch. Ungefährlich – realistisch betrachtet. Im Kopf aber ist der Mythos vom echtem Ende der Welt noch nicht ausgestorben. Dort spinnt die Phantasie weiterhin Bilder von schroffen Gebirgen, zerzausten Landschaften und grenzenloser Einsamkeit.

Wenn man mich fragte was um Himmels Willen ich denn da wolle, fiel mir eigentlich keine besonders gute Antwort ein. Aber braucht man die schon, nach dem ersten Eindruck dieser Worte? Ich habe viel darüber nachgedacht, warum ich da nie drüber nachgedacht habe und tue die Frage nach dem „Warum“ jedes mal mit einem Schulterzucken ab.

–  Nämlich weil ich es kann!

Ich würde gerne bewirken, dass mehr Leute den Mut aufbringen alleine los zu ziehen. Ich hoffe, dass durch genügend inspirierende Worte auch Du nicht nur über den Tellerrand schaust, sondern dich darüber hinaus bewegst – wenn du das nicht bereits tust.

Umso mehr ich mich mit dem Rest der Welt beschäftige, um so mehr fällt mir auf, dass Reisen vor allem in Dir selbst beginnt. Im Kopf.

Es geht nicht darum das beliebteste Ziel zu finden, andere zu überbieten und seinen Urlaub zu „konsumieren“, wie wir mittlerweile alles konsumieren, was in unserer Wegwerfgesellschaft feil geboten wird….

Sondern darum, die Herausforderung anzunehmen und sich selbst die Chance geben, über sich selbst hinaus wachsen zu können. Dinge zu erleben, die dich reich im Herzen machen!

Andauernd höre und lese ich von Dingen, die man alles nicht tun kann oder soll. Sachen die nicht gehen, die man sich nicht traut oder die unvernünftig und verrückt sind. Ich frage mich wie viele dieser Menschen, die so etwas sagen, irgendwann in ihren Tagträumen gefangen sind und sich selbst vorwerfen „hätte ich doch nur!“…

Die Grenze, zwischen dem, was Dir zu viel ist und dem, was Du gerne erleben möchtest definierst Du selbst!

Das Leben ist vielleicht nicht so lang, wie es dir am Anfang vorkommt! Ganz nüchtern betrachtet kann jeder Tag Dein letzter sein!

Deshalb finde ich, sollten wir am besten so viele Tage wie nur möglich so leben, als wäre es unser letzter. Wie auch immer der für dich aussähe! Es ist nicht deine Aufgabe oder deine Pflicht zu leben…

ZU LEBEN IST EIN PRIVILEG! MACH WAS DRAUß UND GENIEßE ES!