Meine Ausrüstung

Leistungsstark durch ultraleichte Ausrüstung

Die genaue Definition von „ultraleicht“ beinhaltet, dass das gesamte Basisgewicht unter 5 Kilo wiegt. Aktuell beträgt mein Basisgewicht 5,9 Kilo, weshalb ich mich rein offiziell eigentlich schon nicht mehr zu der Ultraleichtfraktion zählen darf. Je nach Terrain ist die Unterschreitung dieser Grenze für mich nicht immer umsetzbar, meistens jedoch schon! Hier zeige ich dir meine Sachen und erkläre dir, wie mein Konzept funktioniert. Das bedeutet nicht, dass es auch für dich funktioniert – aber bestimmt findest du hier die ein oder andere Inspiration für deine Ausrüstung! 

Ultraleicht beginnt nicht mit der akribischen Suche nach den Produkten die am wenigsten wiegen, sondern mit der essentiellen Frage, die man sich selbst stellen sollte, was man WIRKLICH braucht! Das witzige daran ist der kreative Aspekt. viele Hiker basteln sich ihre Ausrüstungsgegenstände selbst, von Matratzenüberzug über selbstgemacht Packsäcke, bishin zum absoluten Styleprodukt: Der Regenrock. Manche bauen sich sogar ihre eigenen Rucksäcke. Viele Sachen die Ultraleicht-Wanderer dabei haben, haben mehrere Funktionen, sind Eigenkreationen, oder werden zweckentfremdet. Klar befinden sich auch in meinem Rucksack hochwertige Produkte, teilweise auch Sonderanfertigungen – aber grundsätzlich habe ich einfach ein System für mich entwickelt, welches nur aus Dingen besteht, die ich wirklich brauche und so wie sie sind perfektioniert wurden. Dieses System wird sich auch ständig weiter entwickeln, ich werde im Laufe meines Lebens garantiert noch einiges austauschen, ersetzen umfunktionieren oder gar komplett streichen.

Ich stelle mir zu jedem Ausrüstungsteil immer folgende Kriterien vor und sortiere sie nach Wichtigkeit:

-Gewicht 

-Komfort

-Preis

Beispielsweise ist mir eine gemütliche Isomatte wichtiger, als das Gewicht der Isomatte. Ich schlafe gerne auf einer dicken gemütlichen Unterlage und dafür nehme ich auch ein paar Gramm mehr in Kauf – denn ohne vernünftigen Schlaf komme ich persönlich zumindest nicht weit. Da ich festgestellt habe, dass ich ein positives Schlaferlebnis tatsächlich am meisten der Unterlage zu verdanken habe, ich eher nicht der Typ bin, der schnell friert, ist mir an meinem Schlafsack zum Beispiel das geringe Gewicht wichtiger, als bombastische Wärmeleistung.

Was mir ebenfalls weniger wichtig ist, ist großer Komfort im Zelt. Oft baue ich das nicht mal auf und leg mich auf meinem Groundsheet so auf den Boden! Ich finde es schön unter freiem Himmel zu schlafen.

Wenn man all seine Gegenstände so durchgeht, stellt man auch oft fest, dass man manche Sachen überhaupt nicht braucht. Wie zum Beispiel eine Tasse. Ich habe einen größeren Topf und einen kleineren, welcher einen Schraubdeckel hat. Beide sind aus Titan und somit an Leichtigkeit nicht zu überbieten. In dem kleinen Topf weiche ich über Tag Linsen/Quinoa o.ä. auf, sodass ich die abends nur einmal kurz aufkochen muss. Das spart enorm viel Gas und so kann ich es mir erlauben weniger davon herumzutragen bzw. hält so eine Gaskartusche deutlich länger. Den kleinen Topf kann ich auch als Tasse benutzen während ich aus dem größeren esse.

Was ich auch rausgeschmissen habe ist ein Besteck-Set. Das einzige was ich habe ist ein Göffel – eine Mischung aus Gabel und Löffel. Das Ding ist aus Titan und wiegt fast nichts! Zum Kochen bzw. schneiden habe ich ein extrem schmales Filetiermesser. Das ist schön scharf und so schmal und leicht, dass ich es gerne mitnehme. Gefunden im Anglerbedarfsladen!

…und dann hat man ja auch noch Klamotten! Es heißt schließlich Ausrüstung! Aber wie rüstet sich ein Thruhiker denn um diversen Wettersituationen und Terrain zu trotzen? Auch diesbezüglich habe ich mir viele Gedanken gemacht die ich hier gerne mit dir teile.